Mit ERASMUS+ in Portugal, in Algés, bei Lissabon

 

  1. Allgemeines

Wir, Nadine und Lara, haben durch ERASMUS+ an unserem Berufskolleg und durch unseren Ausbildungsbetrieb Grünenthal die Chance bekommen, nach Portugal zu reisen. Die Aufenthaltsdauer betrug sechs Wochen, vom 24.02. bis zum 07.04. Da die Buchhaltung von Grünenthal in Algés, Portugal niedergelassen ist, sollten wir Auszubildende vor Abschluss der Ausbildung noch einen Einblick in die buchhalterischen Tätigkeiten bekommen. Durch die besondere Unterstützung unserer Lehrerin und der EU-Beauftragten des Berufskollegs, Birgitta Hillemacher, verliefen die Vorbereitungen für das ERASMUS+-Programm besonders schnell und ohne Probleme.

  1. Unterkunft

Da wir an einem Samstag angereist sind, hatten wir das Wochenende über Zeit, uns vorab ein wenig einzuleben. Die gelassene Mentalität und der südländische Baustil gefielen uns sofort. Unsere Wohnung, die wir über Airbnb gebucht haben, lag direkt in Algés. Sie war mit allem Notwendigem ausgestattet. Supermärkte und Restaurants lagen vor unserer Haustüre. Da Lissabon sehr hügelig ist, mussten wir uns am Anfang erst einmal an die anstrengenden Aufstiege zu unserer Wohnung gewöhnen. Doch dadurch hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und den Fluss Tajo¹.

  1. Arbeit

Die Büros² der Buchhaltung lagen nur einen zwanzigminütigen Fußweg von unserer Wohnung entfernt. Bei schlechtem Wetter haben wir auch schon mal den Bus genutzt: In Lissabon kann man eine Prepaidkarte erwerben, von der die Kosten einer Fahrt pauschal bei Einstieg abgezogen werden. Die Verbindungen in Lissabon und Umgebung sind ziemlich gut, weshalb wir bei unseren Sightseeingtouren sehr davon profitiert haben.

Auf der Arbeit wurden wir herzlichst empfangen und unser Aufenthalt war sehr gut strukturiert und organisiert. Dadurch konnten wir interessante Einblicke in die Aufgabenfelder des Financial Services bekommen. Es wurde sich anfangs sogar Zeit genommen, uns die Basics der portugiesischen Sprache näher zu bringen. Mit unserer persönlichen Betreuung waren wir zufrieden. Die Portugiesen sind warmherzig, offen und locker. Wir haben uns pudelwohl gefühlt.

  1. Alltag & Freizeit

Bei einem Aufenthalt von sechs Wochen hat man eine Menge Zeit das Land zu erkunden. Für uns war sofort klar, dass wir an jedem Wochenende etwas erleben und so viel wie möglich sehen wollen: erfolgreich! Neben zahlreichen Besuchen von Portugals Hauptstadt Lissabon³, erkundigten wir ebenfalls nahgelegene Städte wie Belém, Cascais und Sintra. Belém, berühmt für das Gebäck⁴ „Pasteis de Belém“, Cascais, berühmt für wunderschöne Klippen⁵ und Sintra, berühmt für den Palacio da Pena, eine zauberhafte Märchenstadt⁶.

Außerdem hatten wir uns dazu entschieden, die weiten Wege nach Porto (Norden) und an die Algarve (Süden) anzutreten. ⁷

Nach dreistündiger Zugfahrt konnten wir die wunderschöne Stadt Porto kennenlernen. Dort probierten wir ein typisches Gericht aus Porto: Franceshina⁸. Es besteht aus geschichtetem Toast, Würstchen und Rindfleisch, überbacken mit Käse in einer scharfen Tomatensoße. Unserer Meinung nach kann man die Stadt Porto nicht mit Lissabon vergleichen: Es herrscht ein anderer Flair, vergleichbar mit einem kleinen, ruhigen Dorf und die Bebauung ist weitläufiger als in Lissabon.

Über Ostern haben wir uns für zwei Tage einen Mietwagen geliehen und sind runter an die Algarve⁹ gefahren. Dort konnten wir, nach den doch anstrengenden fünf Wochen, am Strand die Seele baumeln lassen und den ein oder anderen Plausch mit unseren Landsleuten halten, die zum Urlaub hierhergekommen waren.

Am Ostersonntag nahm uns eine Kollegin mit auf eine Sightseeingtour. Diesmal besuchten wie die Region auf der anderen Seite des Flusses Tajo. Wir sahen eine weitere Seite Portugals mit wunderschönen Stränden¹⁰ und Orten, an die Touristen normalerweise ohne Insidertipps nicht gelangen würden.

  1. Fazit

Unserer Ansicht nach haben uns die sechs Wochen in Lissabon sowohl beruflich als auch persönlich weiter gebracht. Wir hatten unseren eigenen Haushalt und mussten auf eigenen Beinen stehen. Auch sprachlich konnten wir Verbesserungen erkennen: Im täglichen Englischreden sind wir sicherer und besser geworden. Ein paar Brocken Portugiesisch konnten wir auch lernen. Es war schön, eine neue Kultur und deren Menschen kennenzulernen. Besonders gefallen haben uns die neuen kulinarischen Leckerbissen wie Bitoque¹¹, Bacalhau¹² oder Pasteis, die wir mit Sicherheit vermissen werden.

Abschließend kann man also sagen, dass unsere ERASMUS+ Reise ein voller Erfolg war, wir zahlreihe Erfahrungen gesammelt haben und wir Jedem ein solches Erlebnis empfehlen würden.

 

Lara Niessen und Nadine Rings

Auszubildende im Berufsbildungsgang „Industriekauffrau, -kaufmann“,

bei Grünenthal