Praktikum bei Clariant in Tarragona (Spanien)

Praktikumsbericht

Hallo miteinander,

Ich, Feliks Diljak und meine zwei Kollegen Hakan Aydemir und Denis Diljak, haben über das Erasmus + Projekt an einem Praktikum in Spanien teilgenommen. Wir alle drei sind Auszubildende bei Grünenthal um Chemikant zu werden. Durch Infoveranstaltungen und Lehrer sind wir auf das Thema Erasmus + aufmerksam geworden und waren direkt von der Idee begeistert, eine Zeit lang im Ausland arbeiten zu können. Die Praktikumssuche erwies sich als sehr schwierig und zeitaufwändig, aber mit Hilfe der IHK-Aachen, unserer Berufsschule und vor allem unserem Unternehmen waren wir in der Lage eine geeignete Praktikumsstelle für uns drei zu finden.

Unser Ziel stand fest, wir werden unser Praktikum im Juli 2017 bei der Schweizer Firma Clariant in der Produktionsstätte Tarragona (Spanien) absolvieren. Wir sind mit dem Flugzeug in Barcelona gelandet, haben dort ein paar Tage verbracht und sind dann mit einem Mietauto nach Tarragona gefahren um unser Praktikum zu beginnen. Zuallererst haben wir uns im Hotel eingerichtet und uns für die kommenden Tage vorbereitet. Als wir die Firma erreicht haben, wurden wir sehr freundlich empfangen, und auf Arbeitssicherheit wurde direkt zu Beginn sehr viel Wert gelegt. Arbeitskleidung wurde uns bereitgestellt, und wir konnten gleich am ersten Tag die spanische Arbeitswelt miterleben. Die meisten Mitarbeiter haben hauptsächlich katalanisch gesprochen, doch mit unseren Englischkenntnissen kamen wir sehr gut zurecht und konnten uns gut mit ihnen verständigen.

Unsere Tätigkeiten waren abwechslungsreich und vielseitig, wobei jeder von uns in einer anderen Abteilung eingesetzt war. Dazu gehörten Tätigkeiten in der Abwasseraufbereitung und in zwei unterschiedlichen Produktionsbereichen. Die Arbeit in der Produktion unterschied sich durch festgeregelte Arbeitsweisen und Pläne kaum von der in Deutschland, jedoch war die Vorgehensweise nach der Arbeit anders, da in Spanien um die Mittagszeit „Siesta“ gehalten wird und die meisten Geschäfte geschlossen sind und die Menschen einen Mittagsschlaf halten. Wir allerdings sind meistens nach der Arbeit zum Strand gefahren und haben die Gegend erkundet. An den Wochenenden sind wir öfters nach Barcelona gefahren, ansonsten haben wir die freien Abende in der Altstadt von Tarragona verbracht. Das warme Wetter hat uns sehr gut getan, und man geht mit einem ganz anderen Gefühl zur Arbeit, da man weiß, dass man danach auf jeden Fall die Sonne genießen kann.

Durch die Mitarbeiter bekamen wir einen ganz neuen Einblick über die politische Lage in Spanien. Uns war vorher kaum bewusst, dass in Teilen Spaniens eine ganz andere Sprache gesprochen wird und konnten zum Teil verstehen, warum die Bewohner in Katalonien die Unabhängigkeit anstreben. Im Großen und Ganzen war das Praktikum jede Mühe wert und wir würden es jeder Zeit wieder machen. Als Tipp an alle Interessierten können wir sagen, dass es auf jeden Fall empfehlenswert ist mit der Suche der Praktikumsstelle so früh wie möglich anzufangen, da diese Arbeit die meiste Zeit in Anspruch nimmt.

Feliks Diljak

Auszubildender im Bildungsgang Chemikant